QR-Code-Größe im Druck: Wie klein ist zu klein?
Der kleinste QR-Code, der zuverlässig scannt, ist in der Hand gehalten etwa 2 cm (0,8 in) breit. Für alles, was aus größerer Entfernung gescannt wird, teilst du die Entfernung durch zehn: Ein Code, der aus 1 m gelesen wird, sollte etwa 10 cm breit sein. Lass auf jeder Seite einen leeren Rand von vier Modulen, drucke dunkel auf hell und teste einen Probedruck auf dem echten Material, bevor die ganze Auflage läuft.
Die 10:1-Regel und woher sie kommt
Handykameras erfassen einen Code gut, wenn seine Breite etwa ein Zehntel der Entfernung zum Handy beträgt. Das ist eine Faustregel und kein Gesetz, aber sie deckt sich mit der Praxis und liefert vernünftige Werte:
| Wo der Code gescannt wird | Übliche Entfernung | Mindestbreite |
|---|---|---|
| Visitenkarte, Kassenbon, Flyer in der Hand | 20–40 cm | 2–3 cm (0,8–1,2 in) |
| Tischaufsteller, Speisekarte, Thekenkarte | 30–60 cm | 3–6 cm (1,2–2,4 in) |
| Schaufenster, Aufsteller vor dem Laden | 1–1,5 m | 10–15 cm (4–6 in) |
| Wandplakat | 1–2 m | 10–20 cm (4–8 in) |
| Banner oder großes Schild | 3 m | 30 cm (12 in) |
Für eine Entfernung, die nicht in der Tabelle steht, berechnet der QR-Code-Größenrechner eine Mindestbreite.
Passe den Wert an den Inhalt des Codes an
Jeder QR-Code ist ein Raster aus Quadraten, den sogenannten Modulen. Je mehr Daten er enthält, desto mehr Module hat er und desto kleiner ist jedes bei gleicher Breite. Ein Code mit einem kurzen Link hat etwa 25 mal 25 Module. Einer mit einer langen Webadresse, WLAN-Daten oder einer vollständigen Kontaktkarte kann 40 bis 60 oder mehr pro Seite haben. Bleibt die Druckbreite gleich, hat der dichtere Code kleinere Module und braucht mehr Größe oder einen besseren Druck, um zu scannen.
Was das praktisch bedeutet:
- Nimm kurze Links. Ein dynamischer QR-Code enthält nur einen kurzen Link, das Muster bleibt also grob und auf kleinen Etiketten gut lesbar.
- Kürze eine vCard auf das Wesentliche, bevor sie in einen kleinen Code kommt.
- Pack keinen langen Text in einen Code, der klein gedruckt wird.
Passe den Wert an die Oberfläche an
Raue, strukturierte oder flexible Materialien lassen die Kanten der Module verschwimmen. Ungestrichener Karton, Stoff, gewölbte Flaschen und Stickerei brauchen einen größeren Code als glattes Papier. Als Ausgangspunkt gibst du ein Viertel bis die Hälfte Breite dazu und testest dann.
Halte die Ruhezone frei
Der QR-Standard (ISO/IEC 18004) schreibt eine Ruhezone von mindestens vier Modulen leerem Raum rund um das Muster vor. Sie hilft dem Scanner, den Code vom umgebenden Design zu trennen. Viele Designs, die in der Praxis versagen, schneiden sie ab: Eine Rahmenkante, ein Foto oder eine Textzeile berührt den Code.
Farbe, Kontrast und Logos
- Nimm dunkle Module auf hellem Hintergrund. Ideal ist ein Kontrast wie Schwarz auf Weiß; sehr helle Vordergründe versagen schnell.
- Vermeide invertierte Codes (hell auf dunkel). Viele Scanner können sie nicht lesen.
- Nimm die höchste Fehlerkorrekturstufe, wenn du ein Logo einfügst, und halte das Logo bei etwa einem Fünftel des Codes oder kleiner. Die Fehlerkorrektur stellt auf den Stufen L, M, Q und H etwa 7, 15, 25 oder 30 Prozent der Daten wieder her, doch jedes Modul, das ein Logo verdeckt, verbraucht einen Teil dieser Reserve. Wie du wählst, steht in QR-Code-Fehlerkorrekturstufen.
Dateiformate
Für den professionellen Druck exportierst du eine Vektordatei wie SVG oder PDF. Vektoren bleiben in jeder Größe scharf. Hast du nur ein PNG, exportiere es groß, mindestens 1000 Pixel breit, und drucke es in der Endgröße mit 300 dpi. Vergrößere kein kleines PNG, denn die Kanten verschwimmen.
Teste, bevor die Auflage gedruckt wird
- Druck ein Exemplar in der echten Größe auf dem echten Material.
- Scanne es mit einem iPhone und einem Android-Handy aus der echten Entfernung.
- Scanne es noch einmal unter der echten Beleuchtung.
- Erst dann gibst du die ganze Bestellung frei.
Scannt der Probedruck nicht, geh die zehn häufigsten Ursachen durch.
FAQ
Wie klein darf ein QR-Code sein, damit er noch scannt?
Auf sauberem, flachem, kontrastreichem Druck sind etwa 2 cm (0,8 in) Breite eine praktische Untergrenze für einen Code in der Hand. Alles Kleinere braucht ein sehr einfaches Muster und hervorragende Druckqualität und wird schnell unzuverlässig.
Ist ein größerer QR-Code immer besser?
Größere Codes lassen sich aus der Ferne leichter lesen, aber über die nötige Größe hinaus bringt das nichts. Der Code muss außerdem ins Layout passen und seinen Rand behalten.
Messe ich den Code mit oder ohne weißen Rand?
Miss nur das dunkle Muster und füge dann auf jeder Seite den leeren Rand von mindestens vier Modulen hinzu.